Studienprojekt: Immunschwäche kein Hinderungsgrund für innovative Psoriasistherapien

HEIDELBERG – Für PD Dr. Martin Hartmann steht außer Frage: selbst bei Psoriasis-Patienten mit einer HIV-Immunschwäche können einige der modernen Psoriasis-Therapien angewendet werden.

Grund für seine positive Einschätzung sind die Erfolge der retroviralen Therapie. „Die Effizienz der Therapie läßt sich an den Laborparametern ablesen: Die Lymphozytenzahl ist nur leicht erniedrigt oder im Normbereich und eine Virusinfektion läßt sich häufig nicht mehr nachweisen“, so der medizinische Leiter der Immunologischen Ambulanz und HIV-Spezialambulanz der Universitätshautklinik in Heidelberg.

„Die systemische Behandlung der Psoriasis bei HIV-Patienten war lange Zeit ein Tabuthema, das wir unter diesen Vorgaben neu überdenken sollten“, unterstreicht Vorstandsmitglied Prof. Christian Termeer vom Psoriasis-Praxisnetz Süd-West. Daher arbeiten seit Mitte des vergangenen Jahres Mitglieder des Netzes und PD Dr. Hartmann im Rahmen eines Studienprojektes zusammen bei der Betreuung von Psoriasis-Patienten, die gleichzeitig auch an einer HIV-Immunschwäche erkrankt sind. Die Verzahnung von klinischer und ambulanter Versorgung gehört zum Grundkonzept. Das Ergebnis der Studie soll in einer gemeinsamen Publikation veröffentlicht werden. Mehr zur HIV-Spezialambulanz der Universitätshautklinik Heidelberg lesen Sie hier.