Im Dialog

Im Dialog: Ihre Fragen und unsere Antworten rund um das Thema Psoriasis

Patienten fragen – Experten antworten: Stellen Sie hier Ihre persönliche Frage zum Thema Schuppenflechte (Psoriasis), egal ob als Patient oder Angehöriger. Die Dermatologen Dr. Ralph von Kiedrowski, Dr. Dagmar Wilsmann-Theis, Priv.-Doz. Dr. Thomas Rosenbach und Prof. Dr. Uwe Gieler haben sich auf die Behandlung von Psoriasis-Patienten spezialisiert und stehen Ihnen als Experten zur Verfügung. Gerne beantwortet diese Gruppe Ihre Fragen und steht Ihnen mit wertvollem Rat zur Seite.

Experte: Dr. Ralph von Kiedrowski, Dr. Dagmar Wilsmann-Theis,  Priv.-Doz. Dr. Thomas Rosenbach und Prof. Dr. Uwe Gieler
Dr. med. Ralph von Kiedrowski, Dr. med. Dagmar Wilsmann-Theis, Prof. Dr. Uwe Gieler, PD Dr. med. Thomas Rosenbach

Über unsere Themenfilter gelangen Sie außerdem ganz einfach zu relevanten bereits gestellten Fragen und aktuellen, fachlich qualifizierten Antworten in verständlich aufbereiteter Form. Reichen Sie Ihre Frage einfach über das folgende Formular ein. Sobald Ihr Anliegen von einem unserer Experten beantwortet wurde, finden Sie die Antwort auf dieser Seite. Bitte schauen Sie daher nach ca. 3-4 Wochen erneut auf unserer Website vorbei.

Stellen Sie hier Ihre persönliche Frage.

Zum Frageformular

Schuppenflechte auf dem Kopf möglich

Raue Stellen auf dem Kopf,

Anonym

Sehr geehrter Patient,

die Schuppenflechte ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, die in der Familie gehäuft vorkommt. Sie geht einher mit rötlichen Stellen die mit silbernen Schuppen bedeckt sind. In 50-80% der Fälle betrifft sie auch die Kopfhaut. Meist zeigt sie sich an den Haaransätzen oder hinter dem Ohr.

Häufig entsteht sie nach Stresssituationen oder Medikamentenumstellungen oder Infekten.

Raue Stellen auf der Kopfhaut können viele Ursachen haben, gerade späteren Erwachsenenalter können auch sogenannte aktinische Keratosen raue Stellen auf dem Kopf sein. Auch das seborrhoische Ekzem, also eine andere Dermatose kann Schuppung auf der Kopfhaut verursachen.

Um Ihre Frage zu beantworten, ja es gibt Schuppenflechte auf der Kopfhaut, ob das bei Ihnen der Fall ist sollte nochmals von einem Hautarzt genau kontrolliert werden.

Mit freundlichen Grüßen

D.Wilsmann-Theis

Dr. med. Dagmar Wilsmann-Theis

Was kann ich gegen trockenen Augenlidern machen?

Trockene Augenlider , jucken, faltig, brennen, geschwollen

C. A.

Sehr geehrte Frau,

Trockene Augenlider können in der Tat stark brennen und jucken. Schuld daran ist, dass die Hautbarriere gestört ist und somit Juckreiz ausgelöst werden kann, der zum Kratzen führt und erneut die Haut irritiert, was den ganzen Teufelskreis von vorne beginnen lässt.

Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, sollte man eine Augenpflege durchführen. Doch bevor man diese durchführt, sollte man sicher sein, dass man keine Kontaktallergie auf zum Beispiel Kosmetika oder Pflegecremes entwickelt hat. Dies kann auch passieren wenn man die Produkte über längere Zeit verwendet und vorher immer gut vertragen hat

Zunächst sollte also eine genaue Untersuchung nochmals von diesem Geschehen erfolgen. Denn es kann mehrere Ursachen haben, einmal im Rahmen einer Neurodermitis oder auch aufgrund äußerer Faktoren, die in Augennähe kommen wie zum Beispiel Augentropfen.

Eine Schuppenflechte im Augenlidbereich gibt es auch, ist aber selten isoliert vorhanden. Die Schuppenflechte im Augenlidbereich wird auch mit Pflegecremes behandelt, sowie kurzfristig auch Cortisoncremes in geringerer Stärke. Alternativ können auch Calcineurin- Inhibitoren in Cremes und Salbenform überlegt werden, doch zunächst sollte einige Diagnose gefällt werden und dazu bedarf es einer dermatologischen Untersuchung.

Sofern diese bei Ihnen noch nicht stattgefunden hat, würde ich Ihnen dazu zunächst raten.

mit besten Grüßen

D.Wilsmann-Theis

 

Dr. med. Dagmar Wilsmann-Theis

was ist mtx

Sehr geehrte Patientin,

MTX -auch Methotrexat genannt- ist ein Mittel zur Therapie der Schuppenflechte. Es wird meist eingesetzt, wenn mehr als 10% der Körperoberfläche befallen ist oder der Patient aus anderen Gründen eine systemische Therapie zur Behandlung der Schuppenflechte bedarf. Außerdem hilft es gegen die Gelenk -Schuppenflechte. Es ist ein alt bewährtes Mittel, dessen Nebenwirkungen man sehr gut kennt und es ist deshalb auch häufig in Deutschland benutzt. Es wirkt über die Reduzierung der Entzündungs-Botenstoffe, die bei der Schuppenflechte vermehrt ausgeschüttet werden. Es wird meist als Spritze einmal wöchentlich verabreicht. Je nach Hautbefund und Größe und Schwere des Patienten kommen 15-20 mg zum Einsatz.Es kann auch niedriger begonnen werden. Meist werden 24 Stunden später Folsäure Tabletten eingenommen.

Die Methotrexat-Therapie kann als langfristige Therapie durchgeführt werden, dennoch sollten Zur Kontrolle der Leber und Nierenwerte sowie dem Blutbild regelmäßig Laborkontrollen stattfinden. In der Regel wird es gut vertragen, einige Patienten geben dennoch Übelkeit nach der Spritze an, weshalb ich eine abendliche Applikation empfehle.

Viele Patienten lesen auch oft, dass es als "Krebsmittel" verwandt wird.Dies verunsichert oft. Man muss sich aber hier klarmachen,dass es in der Onkologie in deutlich höheren Dosen verwandt wird und es hier  eine deutlich andere Wirkung haben soll. Dies trifft bei der Behandlung der Schuppenflechte nicht zu, hier wird es in einer deutlich geringeren Dosierung verwandt, weshalb es eine ganz andere Wirkung hierbei hat.

Ich hoffe Ihnen damit geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

D.Wilsmann-Theis

a. p.

Sehr geehrte Patientin,

MTX -auch Methotrexat genannt- ist ein Mittel zur Therapie der Schuppenflechte. Es wird meist eingesetzt, wenn mehr als 10% der Körperoberfläche befallen ist oder der Patient aus anderen Gründen eine systemische Therapie zur Behandlung der Schuppenflechte bedarf. Außerdem hilft es gegen die Gelenk -Schuppenflechte. Es ist ein alt bewährtes Mittel, dessen Nebenwirkungen man sehr gut kennt und es ist deshalb auch häufig in Deutschland benutzt. Es wirkt über die Reduzierung der Entzündungs-Botenstoffe, die bei der Schuppenflechte vermehrt ausgeschüttet werden. Es wird meist als Spritze einmal wöchentlich verabreicht. Je nach Hautbefund und Größe und Schwere des Patienten kommen 15-20 mg zum Einsatz.Es kann auch niedriger begonnen werden. Meist werden 24 Stunden später Folsäure Tabletten eingenommen.

Die Methotrexat-Therapie kann als langfristige Therapie durchgeführt werden, dennoch sollten Zur Kontrolle der Leber und Nierenwerte sowie dem Blutbild regelmäßig Laborkontrollen stattfinden. In der Regel wird es gut vertragen, einige Patienten geben dennoch Übelkeit nach der Spritze an, weshalb ich eine abendliche Applikation empfehle.

Viele Patienten lesen auch oft, dass es als "Krebsmittel" verwandt wird.Dies verunsichert oft. Man muss sich aber hier klarmachen,dass es in der Onkologie in deutlich höheren Dosen verwandt wird und es hier  eine deutlich andere Wirkung haben soll. Dies trifft bei der Behandlung der Schuppenflechte nicht zu, hier wird es in einer deutlich geringeren Dosierung verwandt, weshalb es eine ganz andere Wirkung hierbei hat.

Ich hoffe Ihnen damit geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

D.Wilsmann-Theis

 

 

Dr. med. Dagmar Wilsmann-Theis

Mein Sohn erlitt 2011 einen Herzinfarkt und wurde 5 x wiederbelebt. Seitdem lebt er im Pflegeheim und bekommt viele Medikamente.

Weiße Placken im Kopfbereich, die ich abnehme und die Haut mit Kokosfett einreibe. Leider behandelt das Pflegepersonal nicht täglich und ich bin nicht täglich dort.

Ist die Schuppenflechte ansteckend?

H. H.

Sehr geehrte Frau W,

vielen Dank für Ihre Frage, die eine einfache und klare Antwort ermöglicht: NEIN, Schuppenflechte war noch nie und ist definitiv nicht ansteckend!

Dies wäre also auch kein Grund für das Pflegepersonal, eine Lokaltherapie durchzuführen. Diese könnte nach Ihren Schilderungen allerdings sicher noch optimiert werden, da bislang allenfalls eine Basispflege darstellt.

Bei Z.n. Herzinfarkt wäre außerdem zu prüfen, ob bei den Dauermedikamenten ggfs. auch ein s.g. Betablocker verordnet wurde, der die Schuppenflechte "triggern/verschlechtern" könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Ralph von Kiedrowski

 

Dr. Ralph von Kiedrowski

Thema Haarentfernung

Was ist besser rasieren und epilieren bei rasieren rasiere ich ja die Schuppen weg bei epilieren zieh ich ja Haare raus und zieh dabei auch Haut ab aber was ist besser

L. S.

Themen: Hautpflege

Sehr geehrte Frau S.,

vielen Dank für Ihre Frage. Zunächst mal sei grundsätzlich darauf hingewiesen, das die regelmäßige Rasur ggf. Ihr Problem der unerwünschten Beinbehaarung sogar noch verstärken kann. 

Was hingegen die Beeinflussung der Schuppenflechte selbst angeht, spielt das Irritationspotential Ihrer Epilationsmethode die wohl größte Rolle. Meines Erachtens verursacht das "Zupfen" die größere mechanische Irritation der Haut (im Vergleich zu einer Rasur) und könnte damit Ihre Schuppenflechte verschlechtern (Kölner-Phänomen). Sprechen Sie besser mit Ihrem Hautarzt mal über dauerhafte Laser-Epilationsmethoden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Ralph von Kiedrowski

 

Dr. Ralph von Kiedrowski

zu Nagelpsoriasis

Ich leider seit 3 Jahren ausschließlich unter Nagelpsoriasis an den Fingern. Die Nägel heben sich vom Nagelbett ab, sind gelblicher geworden und unter dem Nagel sind Schuppen. Sililevo hat bisher nichts wirklich gebracht. Ich fühle mich nur wohl, wenn ich ab und zu farbllichen Nagellack auftrage. Jedoch sehen die Nägel trotz Sililevo und Unterlack nach dem Abtragen noch schrecklicher aus. Können Sie mir weiterhelfen?

B. L.

Sehr geehrte Frau,

die Nagelpsoriasis ist eine der schwierigsten zur behandelnden Psoriasisform, denn über die befallenen Herde legt sich der Nagel, sodass man nicht einfach mit einer Creme an die betroffenen Stellen herankommen kann. 

Auch der Nagel wird dadurch destruiert. Die Nagelpsoriasis ist häufig, sie kommt bei über 50% der Psoriasispatienten vor. Noch häufiger bei den Patienten, die eine Gelenkbeteiligung im Rahmen der Schuppenflechte haben. Daher ist es immer wichtig, solche Patienten zu fragen, ob sie Gelenkbeschwerden haben. Dies sollte bei Ihnen auch getan werden. Treten schon mal geschwollene Finger auf, so sollte der Rheumatologe aufgesucht werden. Dann kann auch eine Systemtherapie also Spritzen oder Tabletten gegen die Schuppenflechte angewandt werden. Hiermit kann gleichzeitig die Nagelpsoriasis eine Besserung finden.

Wenn dies bei Ihnen nicht der Fall ist, kann, wenn alle Salbentherapien ausgeschöpft sind und der Leidensdruck groß ist, dennoch solch eine Systemtherapie überlegt werden.

Ich kann mir aber vorstellen, dass man noch eine lokale Möglichkeit  bei Ihnen hat. Denn es könnte noch Lösungen oder Kombinationen mit Cortison und Vitamin D Präparaten probiert werden. Dies hilft nur wenn man es konsequent täglich über einen längeren Zeitraum von mindestens 4-6 Monate aufträgt. Diese Therapieoption sollten Sie noch mit ihrem Dermatologen besprechen.

mit besten Grüßen

D.Wilsmann-Theis

 

 

 

Dr. med. Dagmar Wilsmann-Theis

 

Ihre Frage an uns

Reichen Sie über dieses Formular Ihre Frage an unsere Experten ein. Bei Bedarf können Sie zusätzlich zu Ihrer Frage noch eine genauere Beschreibung eintragen, die dem Arzt bei einer passgenauen Antwort helfen kann. Ihre Frage wird anonym bearbeitet.

Bitte füllen Sie alle Pflichtfelder aus und senden Sie das Formular erneut ab.

Um mehrere Themen auszuwählen, halten Sie bitte die Steuerungs- oder Command-Taste gedrückt. Auf mobilen Geräten nutzen Sie das aufklappende Auswahlfenster.

Die mit * gekennzeichneten Angaben sind für die Bearbeitung erforderlich (Pflichtangaben)

Hier finden Sie Hinweise zum Datenschutz.