Im Dialog

Im Dialog: Ihre Fragen und unsere Antworten rund um das Thema Psoriasis

Patienten fragen – Experten antworten: Stellen Sie hier Ihre persönliche Frage zum Thema Schuppenflechte (Psoriasis), egal ob als Patient oder Angehöriger. Die Dermatologen Dr. Ralph von Kiedrowski, Dr. Dagmar Wilsmann-Theis, Priv.-Doz. Dr. Thomas Rosenbach und Prof. Dr. Uwe Gieler haben sich auf die Behandlung von Psoriasis-Patienten spezialisiert und stehen Ihnen als Experten zur Verfügung. Gerne beantwortet diese Gruppe Ihre Fragen und steht Ihnen mit wertvollem Rat zur Seite.

Experte: Dr. Ralph von Kiedrowski, Dr. Dagmar Wilsmann-Theis,  Priv.-Doz. Dr. Thomas Rosenbach und Prof. Dr. Uwe Gieler
Dr. med. Ralph von Kiedrowski, Dr. med. Dagmar Wilsmann-Theis, Prof. Dr. med. Uwe Gieler, PD Dr. med. Thomas Rosenbach

Über unsere Themenfilter gelangen Sie außerdem ganz einfach zu relevanten bereits gestellten Fragen und aktuellen, fachlich qualifizierten Antworten in verständlich aufbereiteter Form. Reichen Sie Ihre Frage einfach über das folgende Formular ein. Sobald Ihr Anliegen von einem unserer Experten beantwortet wurde, finden Sie die Antwort auf dieser Seite. Bitte schauen Sie daher nach ca. 3-4 Wochen erneut auf unserer Website vorbei.

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Schuppenflechte im Genitalbereich mit 54 Jahren erstmalig aufgetreten - was hilft?

Bei mir ist mittels einer Biopsie eine Schuppenflechte im Genitalbereich, insbesondere in der Analfalte, diagnostiziert worden. Ich habe verschiedene Salben und Cremes, darunter auch cortisonhaltige, ausprobiert, die aber nicht anschlugen. Das tägliche Eincremen mit Linola-Fett lindert die Symptome etwas, vermag aber nicht, die Ursache zu bekämpfen. Ich bin sehr verzweifelt und würde gerne wissen, ob ggf. eine innere Therapie, sprich: Tabletten oder ggf. Hormone, helfen können.

M. H.

Sehr geehrte Martina H.

der Genitalbefall einer Schuppenflechte ist sehr unangenehm und wird in der Tat oft unterschätzt, weil der Hautbefall ja nicht so groß ist. Dennoch bedarf auch diese Schuppenflechte einer intensiven Therapie, natürlich gibt es auch für den Fall eine Systemtherapie, aber man sollte sicher sein, dass  man auch die topische Therapie (Salbentherapie) völlig ausgereizt hat.

Das sollten Sie natürlich noch einmal mit Ihrem Hautarzt besprechen, aber dass die Pflege lindert, zeigt, dass da vielleicht noch was gehen kann. 

Initial würde ich noch einmal kurzfristig ein Lokalsteroid ggf in Kombination mit einem Antipilzmittel probieren und dies langsam ausschleichen und dann Alternativcremes wie Vitamin D Präparate und Calcineurininhibitoren eindosieren, das ist nicht ganz klassisch, aber wird schon mal probiert. GGf kann man dann ein Präparat wie z.B. ein Calcineurininhibitor prophylaktisch zweimal wöchentlich benutzen und an den anderen Tagen Pflegecremes.

Ich denke auch, dass Sie mit ihrer Gynäkologin Rücksprache nehmen sollten, denn dass die Psoriasis so spät kommt, kann in der Tat mit der Hormonumstellung zu tun haben.  GGf kann man dies noch mit hormoneller Therapie beeinflussen, aber wie gesagt, das sollten Sie mit der FachkollegIn besprechen.

Ich hoffe, dass Ihnen das hilft

Grüße

D.Wilsmann-Theis

 

Dr. med. Dagmar Wilsmann-Theis

Gibt es einen Zusammenhang zwischen meiner Ernährung und dem Schweregrad der Schuppenflechte?

Ich habe letztens in einer Zeitschrift gelesen, dass sich eine gesunde Ernährungsweise auf Krankheiten wie Schuppenflechte positiv auswirken kann. Ist da etwas dran? Und welche Ernährung wird bei Psoriasis empfohlen?

C. L.

Themen: Ernährung

Sehr geehrte Frau L.,

eine bestimmte Ernährung (z. B. eine Diät), die allen Psoriasis-Patienten hilft, gibt es leider nicht. Allerdings kann es helfen, individuell auszutesten, welche Lebensmittel die eigenen Symptome verstärken und welche nicht. Generell lässt sich sagen, dass Sie Ihrem Körper mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung nur Gutes tun können: Essen Sie vielseitig und sparen Sie nicht an Obst und Gemüse. Setzen Sie auf Vollkorn- statt Weißmehl-Produkte, kochen Sie mit hochwertigen pflanzlichen Ölen und halten Sie ein gesundes Maß bei tierischen Produkten. Auf diese Weise unterstützen Sie Ihr Immunsystem und tragen ganz natürlich dazu bei, die Schuppenflechte als eine chronische und entzündliche Erkrankung dauerhaft zu kontrollieren.

Und: Vermeiden Sie Übergewicht bzw. streben Sie ein normales Gewicht an, dazu gehört auch ausreichende Bewegung. 

Mit freundlichen Grüßen,
PD Dr. med. Thomas Rosenbach

 

 

 

PD Dr. med. Thomas Rosenbach

Wieso wird auf dieser Seite gar nicht auf die Ernährung eingegangen?

Vermeidung von Gluten, Milchprodukten, säurebildenden Nahrungsmittel u.v.m. kann Symptome lindern (auch Placebo-Effekt möglich). Wieso wird darüber nicht genauer aufgeklärt?

Anonym

Themen: Ernährung

Sehr geehrter Patient,

vielen Dank für Ihre Frage, die wissenschaftlich-fundiert nicht zu beantworten ist, denn gesicherte allgemeingültige Zusammenhänge und Empfehlungen zu diesem Thema existieren nicht. Deshalb findet sich auch auf dieser Website kein eigenes Kapitel zu diesem Thema.

Schuppenflechte ist nicht Ausdruck eines (ernährungsbedingten) Mangels oder einer Unverträglcihkeit/Allergie, weshalb auch keine Diät-Empfehlung oder Substitutions-Empfehlung besteht. Der einzige gesicherte Zusammenhang besteht zwischen (alimentärem) Übergewicht bzw. Fettleibigkeit (Adipositas) und Schuppenflechte, da gerade da ss.g. viscerale Bauchfett für die Bildung von Entzüngsmediatoren verantwortlich ist.

Deshalb kann grundsätzlich zur gesunden und normokalorischen Ernährung geraten werden. Wir werden das Thema aber im nächsten Jahr nochmals wissenschatlich  aufarbeiten und unsere Wrbsite ergänzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ralph von Kiedrowski

Dr. Ralph von Kiedrowski

Was darf man bei Schuppenflechte nicht essen

Anonym

Themen: Ernährung

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei der Schuppenflechte ist keine spezielle Diät vorgeschrieben. Was aufgefallen ist, ist, dass häufiger Patienten mit einer Schuppenflechte an Übergewicht leiden. Man vermutet, dass dieses Übergewicht, einen schlechten Einfluss auf die Schuppenflechte hat, da durch die Fettzellen vermehrt Entzündungsboten ausgeschüttet werden.

Daher ist es bei der Schuppenflechte wichtig, ein gutes Gewicht  (also Normalgewicht) einzuhalten und kein Übergewicht zu produzieren. Auch ist Nikotin insbesondere bei Befall von Händen und Füßen häufig ein Mitverursacher der Schuppenflechte. Daher sollte dies auch vermieden werden. Ebenso sollte Alkohol nur in Maßen zu sich genommen werden bei Vorliegen einer Schuppenflechte.

Wie gesagt eine spezielle Diät bei Schuppenflechte gibt es nicht, aber eine gesunde Ernährung gemäß der Ernährungspyramide und entsprechend viel Sport ist zu empfehlen.

 

mit besten Grüßen

 

D.Wilsmann-Theis

Dr. med. Dagmar Wilsmann-Theis

 

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