Künstler Christoph stellt sich vor

Im Jahr 2010 begann Christoph Kottemölle mit der Airbrush-Malerei. Inszwischen ist dieses Hobby seine größte Leidenschaft geworden. Angefangen mit klassischen Bildern besprüht er als "Sprühwairk" mittlerweile alles, was ihm unter die Airbrush-Pistole kommt. Erfahren Sie mehr über Christoph.

Wer bist du?

Christoph Kottemölle

34 Jahre jung

Hamburg

Sprühwairk

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Wie würdest Du Deinen Kunstsstil beschreiben?

Mein Stil bewegt sich irgendwo zwischen Comic und Realismus. Mal bunt und verspielt, mal schwarz/weiß mit starken Kontrasten. Den Umgang mit dem Pinsel und der Airbrush-Pistole habe ich mir größtenteils in Eigenregie angeeignet und schätzte dabei besonders die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.

Dadurch gestalte ich alles, was mir unter den Pinsel kommt – egal ob klassische Leinwände, Motorradhelme oder Skateboard-Decks.

Warum bist Du Künstler geworden?

In der Kunst gibt es keine Regeln. Es gibt keine Vorschriften, wie etwas auszusehen hat. Man darf mit seinen Gedanken frei und kreativ sein und kann sie für jeden visuell sichtbar machen. Es macht Spaß, sich vor eine leere Leinwand zu setzen und nach ein paar Stunden und ein bisschen Farbe hat man etwas kreiert, was es in der Art kein zweites Mal gibt. Und ich möchte mit meiner Kunst Geschichten erzählen.

Dein Leben ohne Kunst wäre ...:

... für mich einfarbig und ohne Kontrast. Ein großer Teil von mir, der mich ausmacht, würde einfach fehlen. Die Kunst hilft mir, Gedanken und Gefühle besser zu verarbeiten und mit ihnen umzugehen. Kunst gibt mir Selbstbewusstsein und eine gewisse Stärke.

Welche bedeutsamen Stationen in Deinem Leben, Inspirationen und/oder Vorbilder gibt es, die Dich auf Deinem künstlerischen Weg bisher begleitet haben?

Meine ältere Schwester hat früher viel gemalt. Ich habe ihr immer gerne dabei zugeschaut und fand es toll, wie das Bild Stück für Stück immer mehr Farbe bekommen hat und dadurch immer deutlicher erkennbar wurde. Oft hat sie auch Bilder für mich gemalt. Ich habe mich jedes Mal sehr darüber gefreut, weil es etwas Persönliches war, was vom Herzen gekommen ist. Ansonsten habe ich viele Vorbilder in der Airbrush-Szene. Ich schaue mir gern andere Künstler an und setze mir als Ziel, auch irgendwann einmal so gut zu werden. Ob die Künstler berühmt sind oder nicht, spielt für mich keine Rolle.

Welche Ziele verfolgst Du mit Deiner Kunst?

Ich möchte Geschichten erzählen. Ich bin immer wieder gerührt, wenn Kunden mit einer persönlichen Geschichte oder einer Idee zu mir kommen und mich fragen, ob ich ein Bild für sie malen könnte, damit sie etwas haben, was sie mit dieser schönen Erinnerung verbinden können. Das könnte zum Beispiel ein Portrait von einem verstorbenen Hund sein oder eine schöne Urlaubserinnerung.

Finden Gefühle wie Diskriminierung und/oder Alleinsein, aber auch Glücksgefühle und Zusammengehörigkeit Ausdruck in Deiner Kunst und wenn ja, wie?

Ich war einmal auf einer Kunstmesse, auf der viele verschiedene Menschen an einem großen Bild gearbeitet haben. Dabei war es völlig egal, ob jemand talentiert ist, wo er herkommt oder wie er aussieht. Das wichtigste bei der Aktion war, das alle gemeinsam an einem großen Kunstwerk arbeiten und gemeinsam etwas erschaffen. Das hat mir deutlich gezeigt, dass Kunst die Menschen verbindet.

Wie kann Kunst in Deinen Augen helfen, mit einer chronischen Hauterkrankung besser umzugehen?

Durch das Malen können die Betroffenen ihre Gefühle und Ängste besser für andere sichtbar machen.

Manchmal fällt es einem schwer, die richtigen Worte zu finden. Dann ist es einfacher die Gedanken zu malen, um besser verstanden zu werden.

 

Welche Emotionen/Gedanken verbindest Du mit dem Thema „Schuppenflechte“?

Bisher habe auch ich mich mit dem Thema viel zu wenig auseinandergesetzt und möchte mehr darüber erfahren. Mehr über die Menschen, die dadurch betroffen sind. Ich stelle mir vor, dass die Menschen, die darunter leiden, täglich viele Hürden überwinden müssen. Ich möchte wissen, wie sie ihr Leben meistern und woher sie ihre Stärke beziehen.

Worauf freust Du Dich am meisten bei der Aktion "Kreative Freiheit - Haut trifft Kunst"?

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Menschen, dass ich bei so einem tollen Projekt dabei sein und etwas Gutes für die Menschen tun kann und darauf, die Gefühle und Gedanken der Betroffenen visuell umzusetzen.

3 Gründe, warum Du die „Bitte berühren“-Kampagne unterstützt:

Als Künstler kann ich Aufmerksamkeit erregen und diese möchte ich gerne nutzen, um Gedanken und Wissen zum Thema Schuppenflechte zu verbreiten. 

Ich wünsche mir, dass durch meine Kunst positive Bilder in den Köpfen der Menschen entstehen und dadurch vielleicht gewisse Vorurteile gegenüber den Betroffenen aus dem Weg geräumt werden können. 

Ich möchte den Betroffenen die Chance geben, anderen Menschen zu zeigen, wie es ist, mit der Krankheit zu leben, um von ihnen besser verstanden zu werden.