9.000. Patient in deutscher Psoriasis-Patientendatenbank PsoBest

HAMBURG (blu) – Im Rahmen des deutschlandweiten, dermatologischen Projektes PsoBest werden in einer Datenbank Langzeitdaten von Patienten mit Psoriasis (Schuppenflechte) und Psoriasis-Arthritis erfasst. PsoBest ist das bislang größte Patientenregister in der Dermatologie in Deutschland. In diese Datenbank sind inzwischen bereits mehr als 9.000 Patienten aufgenommen worden. Zum Überschreiten der 9.000er Schwelle gratulierte das Hamburger PsoBest-Team um Prof. Matthias Augustin Dr. Georg Popp und den Mitarbeiterinnen der Augsburger Hautarztpraxis.

Im Zuge des PsoBest-Projektes werden Daten von Patienten erfasst, die erstmalig innerlich wirkende Medikamente erhalten, sogenannte Biologika oder konventionelle Systemtherapien. Ziel ist, Langzeitdaten zur Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit dieser Medikamente zu gewinnen.

Jeder in PsoBest aufgenommene Patient wird in regelmäßigen Abständen von seinem behandelnden Arzt nachuntersucht, gleichgültig welche Therapien er in diesem Zeitraum erhält. Die Untersuchungsergebnisse werden ohne Namensnennung an das PsoBest-Register übermittelt. Im Zuge der Datenauswertung und darauf basierender wissenschaftlicher Studien werden wichtige Erkenntnisse zur Langzeitbehandlung der Schuppenflechte gewonnen. Darüber hinaus steht PsoBest im engen Austausch mit den Arzneimittelherstellern, den Behörden der Arzneimittelsicherheit sowie der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen.

Allein im vergangenen Jahr wurden Falldaten von rund 1.500 Menschen mit Psoriasis neu erfasst. Ein Großteil der Daten kommt von niedergelassenen Hautärzten und Psoriasis-Spezialambulanzen. Die Zusammenarbeit wird vielfach über regionale Netzwerke koordiniert.

Das PsoBest-Patientenregister wird von dem Competenzzentrum Versorgungsforschung in der Dermatologie (CVderm), der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) sowie dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) betrieben.