Hautgesund durch den Sommer – 5 Tipps für Menschen mit Schuppenflechte

Im Sommer fühlen sich viele Menschen beschwingter und fröhlicher. Kein Wunder, denn Licht regt im Körper die Bildung des stimmungsaufhellenden Hormons Serotonin an. Auch auf Schuppenflechte hat die Sonne viele positive Auswirkungen.

So wirkt das UV-B-Licht beispielsweise entzündungshemmend und unterstützt den Heilungsprozess der Haut. Eine Ursache hierfür: Durch die Sonneneinstrahlung wird das Provitamin D in der Haut in Vitamin D3 umgewandelt. Letzteres wiederum spielt in der körpereigenen Immunabwehr eine bedeutende Rolle.

Doch ebenso kann zu viel Sonne der Haut schaden. Schweiß kann die Haut reizen, austrocknen und rissig machen. Was kann man dagegen tun? Braucht die Haut im Sommer eine besondere Pflege? Worauf ist beim Sonnenschutz zu achten? Und wie lässt sich die Haut vor Hitze schützen?

Die folgenden 5 Tipps bringen Sie hautgesund durch den Sommer!

Tipp 1: Ohne Sonnenschutz nicht in die Sonne!

Das gilt auch und gerade für Menschen mit Schuppenflechte. Denn sie haben aufgrund der Erkrankung häufig eine überempfindliche Haut, die einen speziellen Sonnenschutz benötigt. Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt, welche Produkte für Sie geeignet sind. Grundsätzlich sollte das Sonnenschutzprodukt einen Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 30 aufweisen, je höher, desto besser. Um die Haut gut schützen zu können, muss die Sonnencreme mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufgetragen und regelmäßig nachgetragen werden.

Tipp 2: Mee(h)r schwimmen!

Vor allem Meerwasser hat mit seinem hohen Salz- und Mineraliengehalt eine lindernde Wirkung auf gestresste Haut. Zusätzlich weicht es die Haut auf und Hautschuppen können sich leichter lösen. Alternativen zum Meerwasser sind Badeseen und Freibäder. Letztere sind grundsätzlich unbedenklich, dennoch sollte man im Hinterkopf behalten, dass Chlorwasser der Haut zusätzlich Feuchtigkeit entzieht und sie zudem reizen kann. Bei Badeseen ist es ratsam, sich im Vorfeld über die Wasserqualität zu informieren. Ist diese in Ordnung, steht dem Badespaß nichts im Weg. Nach der kühlen Erfrischung spendet eine pflegende Lotion der Haut die nötige Feuchtigkeit, die das Wasser ihr entzogen hat.

Tipp 3: Hautpflege anpassen!

Wer an Schuppenflechte leidet, hat häufig trockene Haut, und diese braucht viel Feuchtigkeit und Pflege. An sehr heißen Sommertagen ist es ratsam, tagsüber auf weniger fettige Pflegeprodukte zurückzugreifen. Denn unter einem Ölfilm kann sich die Hitze stauen, wodurch es leichter zu Entzündungen kommt. Die richtige Hautpflege für den Sommer enthält Urea, Hyaluron oder Milchsäure – Stoffe, die Wasser binden und auf diese Weise die Haut mit Feuchtigkeit versorgen.

Tipp 4: Finger weg von Kunstfasern!

Hitze und Schweiß können Juckreiz und Irritationen hervorrufen und verschlimmern: Da Kunstfasern wegen ihrer geringen Absorptionsfähigkeit Schweiß schlecht aufsaugen können, führen sie zu weiteren Reizungen der Haut und sollten so gut es geht vermieden werden. Stattdessen ist vor allem bei hohen Temperaturen luftige, lockere Kleidung aus leichten Stoffen angesagt. Sie scheuert wenig auf der Haut, ist atmungsaktiv und reguliert die Feuchtigkeit. Vor allem leichte Baumwolle, Leinen, Seide, Bambus und Viskose sind Top-Favoriten.

Tipp 5: Pflegeprodukte und Medikamente auf Reisen nicht vergessen!

Auch im Urlaub darf die Hautpflege nicht vernachlässigt werden. Deshalb gehören alle individuellen Pflegeprodukte und Medikamente ins Reisegepäck. Denn empfindliche und gereizte Haut kann sensibel auf neue Produkte reagieren und viele Urlaubsorte verfügen nicht über die bewährten eigenen Produkte. Auch die medikamentöse Behandlung sollte auf Reisen oder im Urlaub fortgesetzt und nicht ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt abgesetzt werden. Es lohnt sich, Unsicherheiten und Fragen rund um die eigene Behandlung vor Reiseantritt noch einmal mit dem Arzt zu besprechen.