Mit der Resolution rücken Hauterkrankungen stärker in den Fokus der globalen Gesundheitsagenda. Ziel ist es, die Versorgung, Aufklärung und Forschung weltweit zu verbessern – insbesondere auch für chronisch entzündliche Erkrankungen wie Neurodermitis, Psoriasis, Vitiligo, Akne Inversa und Urtikaria. Hauterkrankungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen weltweit, werden jedoch oft unterschätzt. Sie können die Lebensqualität erheblich einschränken und sind häufig mit weiteren gesundheitlichen Risiken verbunden.

Die WHO betont daher unter anderem:

  • die Notwendigkeit eines besseren Zugangs zu Diagnose und Therapie
  • die Bedeutung von Aufklärung und Entstigmatisierung
  • die Förderung von Forschung und Innovation
  • die Integration von Hautgesundheit in nationale Gesundheitssysteme

Konkrete Maßnahmen: Was die WHO jetzt plant

Die Resolution bleibt nicht bei Zielen – sie formuliert auch konkrete nächste Schritte. So soll ein globaler Aktionsplan zur Hautgesundheit entwickelt werden, der sich an tatsächlichen Bedarfen orientiert und klare Ziele definiert. Dieser Plan wird gemeinsam mit den Mitgliedstaaten erarbeitet und soll der Weltgesundheitsversammlung zur Entscheidung vorgelegt werden.

Gleichzeitig unterstützt die WHO Länder dabei, eigene nationale Strategien zu entwickeln oder weiterzuentwickeln. Dazu gehören unter anderem:

  • der Ausbau von Aus- und Weiterbildungsangeboten für medizinisches Fachpersonal
  • der Einsatz digitaler Technologien, etwa zur telemedizinischen Unterstützung
  • die Verbesserung von Diagnostik und Überwachung von Hauterkrankungen
  • die Förderung von Forschung zu wirksamen und bezahlbaren Therapien
  • die Berücksichtigung von Umweltfaktoren wie dem Klimawandel
  • ein stärkerer Fokus auf Infektionskrankheiten mit Hautbeteiligung
  • sowie nachhaltige Präventionsmaßnahmen, etwa durch besseren Zugang zu Hygiene, Wasser und Schutz vor UV-Strahlung

Damit setzt die WHO ein klares Zeichen: Hautgesundheit erfordert koordinierte, langfristige und globale Lösungen.

Ein starkes Signal für mehr Sichtbarkeit

„Der BVDD begrüßt die Resolution als bedeutenden Schritt hin zu mehr Anerkennung der Belastung, die Hauterkrankungen für Betroffene bedeuten. Auch für die Kampagne „Bitte berühren“ ist dies ein wichtiges Zeichen: Mehr Aufmerksamkeit und Wissen können dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und Berührungsängste zu überwinden.“ sagt Dr. Uwe Schwichtenberg, BVDD.

Denn Haut betrifft uns alle. 

Quellen

https://apps.who.int/gb/ebwha/pdf_files/WHA78/A78_R15-en.pdf?utm_source=chatgpt.com